Christian Greller Christian Greller

Oberpfalz Querfeldein

Von Harald Portele
Über Jahrzehnte hinweg trugen Teile der nördlichen Oberpfalz Namen, die heute fast wie Echos aus einer anderen Zeit klingen. „Erdäpfelpfalz“ – ein Begriff, geboren aus den endlosen Kartoffelfeldern zwischen Regensburg und Tirschenreuth. Oder „Stoapfalz“, ursprünglich eng verbunden mit dem Steinwald, später zur Beschreibung eines Bodens geworden, der steinig und karg war. Solche Worte entstanden aus einem unmittelbaren Verhältnis zur Landschaft, aus Nähe, Vertrautheit und täglicher Erfahrung. Heute verlieren diese Begriffe an Boden. Die jüngere Bevölkerung kennt sie kaum noch, und mit den Namen schwindet auch etwas von dem, was sie einst bezeichneten: eine Landschaft mit Charakter, mit Ecken und Kanten, mit einem Klang, der nur hier zu Hause war.

Dialektwörter verschwinden, regionale Eigenheiten glätten sich, und die Oberpfalz wirkt vielerorts wie ein Landstrich, der leise dabei ist, sich selbst auszuradieren. Die Globalisierung hat auch die kleineren Gemeinden erreicht. Deining, Eschenbach, Konnersreuth – sie alle gleichen immer mehr Orten überall im Land. Wirtshäuser stehen leer, Bushäuschen verlieren ihre Funktion. Wo früher Menschen zusammensaßen, begegnet man sich heute im digitalen Raum, anonymisiert und in der Sprache von Social Media.

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John Cavanaugh : Cosplayfotograf

Von Sandra Stepan
John ist Amerikaner, liebt italienisches Essen, lebt in Bayern, und ist trotzdem glühender Fan von Borussia Dortmund. Das wäre die denkbar kürzeste Version seiner Biografie, würde ihm aber natürlich nicht gerecht.

Geboren in Waltham, einem Vorort von Boston, bringt John irische und britische Wurzeln mit. Gemeinsam mit seiner Frau Conny hat er zwei Söhne, inzwischen sogar einen Enkel, auf den er besonders stolz ist. Seine Pension genießt er am liebsten bei langen Waldspaziergängen, auf dem Fahrrad oder mit einem guten Buch.

Deutschland kennt John schon seit seiner Zeit bei der USArmy, in der er mehrfach hier stationiert war. 1998 entschied er sich endgültig für die bayerische Oberpfalz als neue Heimat. Bereits während seines Militärdienstes arbeitete er als Combat-Fotograf und Fotolaborant. Die Kamera war also von Anfang an sein ständiger Begleiter. Heute jedoch hat er sich ganz anderen fotografischen Feldern zugewandt.

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